MENU

Pressestimmen

Dresdner Neueste Nachrichten

Musikalische Kostbarkeiten

Das durch „So geht sächsisch“ geförderte Karfreitagskonzert entführte ins barocke Süditalien.

[…] Am meisten beeindruckt [beim Sächsischen Vocalensemble] aber immer wieder die Werkauswahl, die Stücke berücksichtigt, die kaum aufgeführt werden und die sonst einfach niemand kennt. Auf welch geheimnisvolle Art Matthias Jung und sein Ensemble dabei eine traumhafte, stilistische Sicherheit entwickeln, beibehalten und gestalterisch sowie in allen musikalischen Einzelheiten an einem Strang ziehen, ist ein Wunder und ein spezielles Alleinstellungsmerkmal dieses Chores. Das alles traf auch auf beglückende Weise auf das diesjährige Karfreitagskonzert in der Annenkirche zu, in welchem man sich aufmachte ins barocke Süditalien, ins neapolitanische Umfeld. […]
Den Anfang machte hier ein „Miserere“ des Scarlatti-Schülers Francesco Durante. Die Wiedergabe wurde durch den nun schon gewohnten Klang- und Struktursinn von Matthias Jung bestimmt, durch sorgfältigste Differenzierung, feinste Ausdrucksnuancen, die Chor und Dirigent gleichermaßen mittrugen. […]
Zart und innig, emotionsreich hob [Emanuele d’Astorgas] Stabat mater an. Matthias Jung ließ es in sanften Klangfarben zu Gehör kommen, sehr verfeinert, in sehr klugen treffsicheren Kontrasten. Eine wunderbare barocke Klangrede, wie man sich das nicht besser vorstellen kann.

Mareile Hanns